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Regelung

Innovative Regelungstechnik

Gebäudeautomation

 

Definition

F√ľr einen niedrigen Energieverbrauch, eine l√§ngere Anlagenlebensdauer, einen optimalen Personaleinsatz und eine h√∂here Produktivit√§t eines Geb√§udes ist eine Geb√§udeautomation von gro√üer Bedeutung.
Als Geb√§udeautomation werden die Einrichtungen, Software und Dienstleistungen f√ľr automatische Steuerung und Regelung, √úberwachung, Messung und Optimierung sowie f√ľr Bedienung und Management bezeichnet.

 

Aufgaben und
Ziele der
Gebäudeautomation
regel_schema1

Aufgaben der Gebäudeautomation
(Gr√ľne Felder in der Grafik)

- Messen aller relevanten Betriebsdaten (Temperaturen, Energieverbräuche, etc.).
- Steuern der Betriebsweise durch Web√ľberwachung, PC-Steuerung,
(Grundlage: tatsächliche Nutzungszeit).
- Regeln Einsatz einer sinnvollen Regelungstechnik, Anpassung dieser an die Gebäudenutzung zum erlangen einer optimalen Behaglichkeit.
- Bedienen der eingebauten Mess-, Steuer- und Regeleinrichtungen (Wartung).
- √úberwachen aller St√∂rmeldungen f√ľr die Betriebssicherheit.
- Optimieren des Betriebseinsatzes, spart Arbeitskraft und Kapital.

Hauptziele der Gebäudeautomation
(Blaue Felder in der Grafik)

- Optimierung des Energieverbrauchs (z. B. Einsatz von Wärmemengenzählern)
- Erhöhung der Anlagenlebensdauer (z. B. Einsatz von Frostschutz)
- Steigerung der Produktivität (z. B. Einsatz von optimaler Behaglichkeit)
- Optimierung des Personaleinsatzes (z. B. Erstellung von Wartungsplänen

 

Topologie (Aufbau) und Kommunikation der Gebäudeautomation

Die Gebäudeautomation gliedert sich in drei Ebenen:
- Managementebene
- Automationsebene
- Feldebene
Der hierarchische Aufbau bietet Betriebssicherheit sowie Bedienbarkeit, Funktionalität und Flexibilität.
Die Kommunikation innerhalb und zwischen den Ebenen erfolgt durch moderne Bus/LAN (Local Area Network)- und LON (Local Operating Network)- Technologie, die Kommunikationsprotokolle sind BACnet und LONtalk.

 

regel_schema2 Aufbau einer Gebäudeautomation

 

MANAGEMENTEBENE

 

Es ist die logische Ebene, in der die Managementfunktionen f√ľr einen energieeffizienten, wirtschaftlichen und sicheren Geb√§udebetrieb zugeordnet sind. Hier flie√üen alle erforderlichen Informationen der zugeordneten Technischen Geb√§udeausr√ľstung zusammen. Dieser Ebene k√∂nnen auch dialogorientierte Bedienfunktionen zugeordnet sein.

 

Einrichtungen der Managementebene

- Serverstation
- Datenverarbeitungseinrichtung
- Datenschnittstelleneinheit
- Programmiereinheit (Serverstation)
- Bedienstation (Schnittstelle zwischen Bedien- und Managementfunktionen)
- Drucker (Protokolldrucker / Störmeldedrucker), unterbrechungsfreie Stromversorgung

Aufgaben der Managementebene

- Auswertung
- Trendaufzeichnung
- Energiebilanzen
- Instandhaltung
- Datenanalyse
- Datensicherung
- Zyklische und ereignisorientierte Langzeitspeicherung
- Datendokumentation

 

AUTOMATIONSEBENE


Es ist die logische Ebene, in der die Überwachungs- und Verarbeitungsfunktionen zur Anlagenautomation ablaufen. Dieser Ebene können auch dialogorientierte Bedienfunktionen zugeordnet sein.

 

Einrichtungen der Automationsebene

- Automationsstationen
- Programmierbare und konfigurierbare Automationseinrichtungen
- Bedienstationen
- Datenschnittstelleneinheiten (zwischen Management- und Feldebene)
- Notbedienebene / lokale Vorrangbedieneinrichtungen (f√ľr manuelle Eingriffe)

Aufgaben der Automationsebene

- Steuern
- Erfassen
- √úberwachen
- Regeln
- Optimieren

 

FELDEBENE


Es ist die logische Ebene, der die physikalische Verbindung von und zu einem Anlagenteil f√ľr die notwendige Information und Aktion, den Betriebszustand und Messwert des technischen Prozesses betreffend, zugeordnet ist. Feldger√§te k√∂nnen ggf. auch Verarbeitungsfunktionen oder Managementfunktionen ausf√ľhren.

 

Einrichtungen der Feldebene

 

- Wächter: Rauch, Frostschutz
- Zähler: Wärme, Kälte, Strom, Wasser
- F√ľhler: Temperatur, Feuchte, Helligkeit, Pr√§senz, CO2, Wind
- Schalt- und Stellgeräte: Ventile, Klappen

 

Aufgaben der Feldebene

 

- √úberwachung:
Eine Remote-Steuerung der Video√ľberwachung erm√∂glicht die automatische Weiterleitung von Gefahrenmeldungen.
- Zutrittsmanagement:
Das Zutrittsmanagement stellt sicher, dass sich nur berechtigte Personen in der Liegenschaft oder in bestimmten Bereichen aufhalten und unterst√ľtzt eine eventuell notwendige Evakuierung.
- Wetterstation:
In der Wetterstation werden Außentemperatur, Feuchtigkeit, Luftdruck und die Windgeschwindigkeit gemessen. Diese Daten werden an die GLT-Zentrale weitergeleitet und dort verarbeitet.
- Bedienpaneele:
Um die Behaglichkeit in den einzelnen Räumen sicherzustellen und eine optimale Produktivität der Nutzer erreichen zu können, werden Bedienpaneele angebracht.
- Brandmeldeanlage:
Die Anlage wird automatisch mit der Feuerwehr gekoppelt, so dass der Brandfall unmittelbar gemeldet wird.
- Heizkreisregelung:
Die zentral gesteuerten Stellmotoren ermöglichen eine aktuelle Lastanpassung und sparen dadurch Energie.
- Helligkeitssensoren:
Die Helligkeitssensoren, die an den Außenwänden angebracht sind, messen die Umgebungshelligkeit und leiten diese an die GLZ-Zentrale weiter.
- Sonnenschutz:
Der Sonnenschutz wird √ľber die GLZ-Zentrale gesteuert. Hierbei haben die gewonnenen Daten der Helligkeitssensoren und der Wetterstation eine wesentliche Bedeutung.

 

Regelwerk zur Gebäudeautomation

 

- VDI Richtline 3814
"Gebäudeautomation - Datenpunktlisten und Funktionen - Beispiele"
- DIN 18386 VOB / C
Allgemeine Technische Vertragsbedingungen f√ľr Bauleistungen (ATV) - "Geb√§udeautomation"

 

 

 
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